Poesie und Revolte

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Lügen, Lügen, Lügen?

Schwarzweissbild von meinem seitlichen Profil. Die Nase löst sich aufim Gegenlich des Fensters, verschwimmt mit dem Hintergrund

13:32 Ich frage mich, kann man lügen ohne es selbst zu merken? Unterbewusst? Aus reiner Bequemlichkeit? Oder was kann einen dazu veranlassen? Was läuft da ab und wie kann man sich etwas bewusst werden, was man selbst nicht merkt? Der, der nicht genannt werden will, hat gesagt „kein Wunder wenn man psychotisch wird, wenn man immer lügt“. Ist dort die Ursache zu finden, für meine früheren Zustände? Man kann auch etwas falsches sagen, das zu seinem Nachteil ist und dabei lügen. Nicht gerade gut für einen. Aber mir ist das auch untergekommen, etwas stehen zu lassen, weil ich es lustig fand, den anderen im Dunkeln stehen zu lassen und in seine eigenen Vorurteile rennen zu lassen.

Wikipedia gefragt, sagt es mir: „Eine Lüge ist eine Aussage, von der der Sender (Lügner) – anders als bei der Unwahrheit – weiß oder vermutet, dass sie unwahr ist, sie aber mit der Absicht äußert, dass der Empfänger sie glaubt.“ Die Fortsetzung dazu ist Aufschlussreich über die Gründe: „Gelogen wird auch aus Höflichkeit, aus Scham, aus Angst, Furcht, Unsicherheit oder Not („Notlüge“), um die Pläne des Gegenübers zu vereiteln oder zum Schutz der eigenen Person, anderer Personen oder Interessen, zwanghaft/pathologisch, um Harmonie herzustellen, Zwietracht zu säen oder eine Intrige zu spinnen.“ Da haben wir das ganze Ausmaß des „casus mendacius“ wie der Lateiner sagen würde, der das Fach schnellst möglich abgelegt hat.

Ich bin aber immer noch nicht weiter. Einer Lüge aufsitzen ist das eine, wogegen man nichts machen kann, außer misstrauisch zu sein. Eine zu verbreiten ist das andere. Das hat man immer noch selbst im Griff. Denn das Lügen aufzuhören ist meines Erachtens ein großer Schritt nach vorne…der aber schwer fällt. Sind wir doch mal ehrlich zu uns: wo überall sagen wir etwas, weil wir es so meinen und wo um weiteren Konflikten scheinbar aus dem Weg zu gehen? Nur weil es so viel bequemer ist. Die Frage interessiert mich sehr und ich würde gerne wissen, was passiert, wenn man sich mehr in dieser Richtung hinterfragt, sich und sein eigenes Handeln? Ist es der große Reinfall, Eklat oder eine Klärung, gar eine Belebung? Ich glaube jedenfalls, es ist eine Beobachtung wert, das genauer anzusehen.

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