17:09 Für den Sehenden ist es das Nonplusultra. Er kann das Leben zum Rausch machen. Und die Natur geizt dabei nicht mit ihren Eindrücken, was dies betrifft.
Was es damit auf sich hat, ist nicht so ganz einfach zu erklären. Obwohl es sogar Theorien dazu gibt. Welche, mit denen man, wenn man sie anwendet, z.B. ein schönes Bild erzeugen kann. Aber wie hat einer meiner Gestaltungenprofessoren zitiert: „Theorie ist etwas für schwache Stunden.“ Johannes Itten sagte dies im Zusammenhang mit seiner Farbenlehre. Und meinte damit, dass die Entwicklung eines Gefühls für solch eine Aufgabe um Welten besser ist, als stumpfsinnig einem Schemata zu folgen. Es gab viele bekannte Leute, die sich über die Farbtheorie Gedanken gemacht haben. So auch Johann Wolfgang von Goethe. Er hielt seine Entdeckung der Farblehre viel wertvoller, als seine Lyrik und Prosa. Also die Schriftstücke, denen sich jeder Gymnasiast als Lektüre widmen muss – wenn er das Klassenziel erreichen will. So erfolgreich wie Goethes Werke wurde aber seine Farbenlehre nie. Sie verstaubte in der Schublade und den Siegeszug trat Helmuth Newton’s Farbenlehre an. Bis heute. Manche der Goethe-Anhänger behaupten, dass unsere ganze Misere diesem falsch eingeschlagenen Weg zuzuschulden ist. Ich muss sagen, ich habe von beiden Theorien keine Ahnung. Ich bleibe einfach dabei, dass alles bunt und in Farbe ist. Zurück zur Praxis. Astreine Wurfparabel übrigens.


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