Poesie und Revolte

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Neues Lieblingswerkzeug

Ein aufgeklappter, gut sortierter Werkzeugkasten

23:12 Ich habe heute wieder etwas neues gelernt. Nämlich manche Dinge nicht persönlich zu nehmen. Darauf bin ich gekommen, als ich die Tage ein kurzes Video von Jonathan Meese gesehen habe. Der Inhalt war mir bekannt. Er ging durch seine Bibliothek, strich über die Seiten der Bücher und sagte, er brauche das nicht explizit zu lesen, er habe das alles schon verinnerlicht oder so. Dann hält er seine Nase zwischen die Seiten und riecht daran. Das war mir nicht neu, sondern bereits bekannt, wie er die Sache sieht. Aber dann die wichtige Notiz: viele Leute machen den Fehler, dass sie das, was sie lesen persönlich nehmen. Und ich spitzte meine Ohren. Ein ernsthaftes Problem, das er da anspricht. Und auf einmal der Rückschluss, hätte ich das früher gewusst, hätte ich mir viel Ärger ersparen können. Es sind nicht ausschließlich die Bücher, es ist so vieles mehr.

Denn wie unbeschwert kann man durchs Leben gehen, wenn man diesen Satz berücksichtigt. Das ist soooo deep. Die Kassiererin hat schlechte Laune. Nimms nicht persönlich. Auf der Straße schreit dir jemand hinterher. Nimms nicht persönlich. Eine gute Freundin findet, du bist ein Arschloch. Nimms nicht persönlich. Es ist als hätte man einen Universalschlüssel, um so vieles, was vorher noch im argen war, zu fixen. Ich liebe dieses Werkzeug. Und ich kann meine Begeisterung nicht verbergen. Guter Mann, ja, vielleicht sogar bester? Egal, wen interessiert das, es braucht einfach mehr von solchen Menschen.

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